Feierliche Jungjägerfreisprechung der Kreisjägerschaft Greiz
Am 7. Juni fand die feierliche Jägerfreisprechung des vergangenen Jägerkurses der Kreisjägerschaft Greiz statt. Die Jagdschüler der Kreisjägerschaft Greiz hatten sich bereits am 6. April 2019 der anspruchsvollen Prüfung zum Jäger gestellt. Seit August 2018 drückten die Auszubildenden regelmäßig die Schulbank, um sich Wissen in den Schwerpunktbereichen Naturschutz, Wildbiologie, Land- und Waldbau, Jagdpraxis, Waffenkunde, Hundewesen, Wildkrankheiten und Recht anzueignen und sich der Prüfung, dem „Grünen Abitur“, zu unterziehen. Diese erfolgte dann schriftlich sowie mündlich-praktisch. Auch die Schießfertigkeiten mussten unter Beweis gestellt werden.
Seit vielen Jahren bietet die KJS Greiz nunmehr die Jägerausbildung an. Ehrenamtliche Dozenten vermitteln den Schülern sehr anschaulich das notwendige Wissen. Außerdem werden die angehenden Weidgenossen von Lehrprinzen begleitet, die zusätzlich praktische Fertigkeiten schulen.
Bei der feierlichen Freisprechung in der Jagdhütte bei Wolfersdorf erhielten die Jungjäger ihre Jägerbriefe aus der Hand des Kreisjägermeisters Wolfgang Schmeißner, der den frisch gebackenen Jägern herzlich gratulierte und dazu aufrief, stets weidgerecht zu jagen. Außerdem lud er zur Unterstützung der Verbandsarbeit ein. So ermögliche beispielsweise das vereinseigene Infomobil, die Jägerschaft auf Festen zu präsentieren und auch bereits Kinder an Natur- und Umweltthemen heranzuführen.
Zur Jagdpraxis gehört es natürlich, dass von den Weidmännern und -frauen die unterschiedlichen Jagdsignale richtig erkannt werden. Dies testeten die Jagdhornbläser unter Leitung von Gabriele Beck. Das Blasen des Jagdhorns ist eine wichtige und schöne jagdliche Tradition, auch wenn sie heute nicht mehr unbedingt zur Signalübermittlung notwendig ist. Aber alle jagdlichen Veranstaltungen vom traditionellen „Streckelegen“ bis zur „Hubertusandacht“ und natürlich die „Jägerfreisprechung“ erhalten durch die Jagdhornbegleitung erst ihren würdigen und festlichen Glanz.
Ab August 2019 startet dann der nächste Jägerkurs. Die Interessenten sollten sich zeitnah beim Kreisjägermeister Wolfgang Schmeißner, Tel. 0160 3238919, melden.
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Erfolgreiche Jägerprüfung 2018
Kreisjägerschaft Greiz übergibt Jägerbriefe
Stolz nahmen Nicole Thoß und weitere neun Jungjäger entsprechend der Tradition die Jägerbriefe im Rahmen der Freisprechung durch Kreisjägermeister Wolfgang Schmeißner im Beisein ihrer „Jagdprinzen“ in Empfang. „Jagdprinzen“ nennt man in der Jägersprache diejenigen Jäger, die die Jagdschüler auf dem Weg bis zur Prüfung und darüber hinaus begleiten. Alle frisch geschlagenen Waidfrauen und -männer haben sich der Jägerprüfung erfolgreich gestellt, nachdem sie sich acht Monate jeden Sonntag auf den schriftlichen und den mündlichen Teil in den Fachbereichen Jagdwaffenkunde, Waffenrecht, Wildarten, Wildschutz, Landnutzung, Schadensverhütung, Jagdbetrieb, Hege, Brauchtum und Recht intensiv vorbereitet hatten.
Bereits 1926 wurde in einer Thüringer Jagdordnung die Pflicht des Jägers zur Hege des Wildes formuliert. Der Kreisjägermeister forderte die Jungjäger dazu auf, eine waidgerechte Jagd entsprechend der jagdethischen Grundsätze immer in den Mittelpunkt ihres Handels zu stellen, diese Haltung aktiv nach außen zu vertreten und wünschte allen ein kräftiges Waidmannsheil.
Die Jagdbläser der Kreisjägerschaft Greiz umrahmten die Veranstaltung mit alten jagdlichen Volksweisen, riefen aber auch die unterschiedlichen Jagdsignale in Erinnerung, z.B. für die Jagd auf Sau und Muffelwild. Mit dem Signal zum Schüsseltreiben fand die Feier bei deftigem Essen vom Rost und geselligem Beisammensein ihren Ausklang. Dabei wurden erste eigene jagdliche Erfahrungen ausgetauscht, denn alle jungen Waidgenossen haben bereits jagdliche Gelegenheiten nutzen können.
Jella Bär stv. KJM